Psoriasis Arthritis – Gelenkbeteiligung bei Schuppenflechte | Dr. Glehr

Psoriasis Arthritis – Gelenkbeteiligung bei Schuppenflechte | Dr. Glehr


Die Psoriasis Arthropathie ist eine autoimmune Erkrankung des Bewegunsapparates da sind Gelenke, Bänder und auch Muskeln betroffen. Die Psoriasis, also die Schuppenflechte, kommt in 3% der Bevölkerung vor. Das schwankt ein bisschen, die Angaben. Aber nur 10%, also jeder zehnte Patient, hat eine Mitbeteiligung von Gelenken oder des Bewegungsapparats. Man muss sagen, dass nur in 60% die Beteiligung der Haut, den Gelenksproblemen voran geht. D.h. in 40% haben die Patienten zuerst Probleme mit dem Bewegungsapparat und dann mit der Haut Typische Symptome der Erkrankung sind ein Befall der Mittel- und Endgelenke der Finger. Oder auch andere Gelenke. Es können prinzipiell alle Gelenke des Körpers betroffen sein. Typisch für die Erkrankung wäre ein einstrahliger Befall eines Fingerglieds z.B. oder einer Zehe. Das unterscheidet die Erkrankung auch von der Rheumatoiden Arthritis. Hier wäre z.B. der Befall der Gelenke meist symmetrisch verteilt. D.h. das eine Handgelenk und das Handgelenk der Gegenseite ist mitbetroffen. Was noch zu sagen wäre bei der Psoriasis Arthropathie das es nicht nur die Gelenke sind die betroffen sind, sondern auch Sehnen, Muskeln und Bänder betroffen sein können. Wird oft vergessen. Und bei der Psoriasis Arthropathie kann wie gesagt jedes Gelenk des Körpers betroffen sein. Auch die Wirbelsäule, das Becken sind hier sehr häufig mit betroffen. Also bei den meisten Patienten ist Labortechnisch nichts zu erkennen. Man muss dazu sagen dass der oft beschriebene HLA-B27 Faktor nur in 50% der Fälle bei der Psoriasis Arthropathie positiv ist. Das Therapiekonzept der Psoriasis Arthropathie ist multimodal. Man muss natürlich einmal ansetzen in die Behandlung der Grunderkrankung. Hier stehen uns viele neue immunmodulatorische Medikamente zur verfügung, die auch gegen die klassische Schuppenflechte wirken. Bei der Gelenksproblematik hilft sehr oft eine Physiotherapie, Bewegungstherapie, gerade bei den kleinen Gelenken. Hier wäre auch beim Gelenksbefall, welcher nur ein Gelenk betrifft daran zu denken die Innenhaut der Gelenkes zu entfernen. Wenn diese Innenhaut nicht mehr anschwellen kann durch diesen Autoimmunprozess, wird das Gelenk auch langfristig nicht mehr geschädigt. Deshalb ist es wichtig, dass bei auftretender Beschwerdesymptomatik Zeitnah ein Arzt aufgesucht wird, oder auch ein Orthopäde aufgesucht wird und hier diskutiert wird welche präventiven Maßnahmen gesetzt werden können. Sowohl medikamentös, als auch therapeutisch, mit einer Physio- oder Ergotherapie als auch eventuell chirurgisch. Wenn man zu spät aktiv wird, vor allem zu spät chirurgisch aktiv wird, kann es zu einer vollkommenen Zerstörung des Gelenks kommen, zu einer vollständigen Zerstörung des Knorpels. Auch dann kann man noch chirurgisch aktiv werden, nur mit anderen Maßnahmen die man setzen kann. Mit anderen Operationen, wie z.B.: den Gelenksersatz in den kleinen oder großen Gelenken oder einer Versteifung der Gelenkes oder was auch immer. Wichtig zu sagen ist bei der Schuppenflechten Arthropathie, dass diese Patienten oft nicht erkannt werden. Es ist dieses Leitsymptom des Befalls von Gelenken die von Rheuma oder Abnützung eher selten betroffen sind und einstrahlig sind, ist ganz typisch für die Psoriasis Arthropathie. Hier müsste man den Patienten auch befragen, erstens einmal ob er selbst eine Schuppenflechte hat oder schon an sich erkannt hat, oder Hautveränderungen an sich erkannt hat, oder fragen ob es auch in der Familie Fälle gab mit Schuppenflechte. Natürlich ist hier die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Patient selbst eine Schuppenflechte hat oder bekommen wird. Bzw. auch eine Schuppenflechten Arthropathie hat, also eine Erkrankung der Gelenke, durch die Schuppenflechte, ohne das er die Ausprägung der Schuppenflechte auf der Haut hat. Auch das ist möglich.

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